‚Dafür bin ich zu alt‘ – was Senioren eigentlich damit meinen

Eine Frage des Nutzens: Der Münchner Merkur setzt sich mit der Frage auseinander, welche Technik Senioren echte Vorteile bringt. Und wie schafft man es, dass die lieben Großeltern diese Vorteile auch selbst für sich entdecken?

Mit diesen Fragen beschäftigen auch wir uns regelmäßig. Immer wieder melden sich die erwachsenen Kinder bei uns und erzählen folgende Geschichte: Meine Mutter ist eine rüstige Dame, die viel Freude daran hat, die Welt zu entdecken. Sie sieht bloß nicht mehr so gut. Ich möchte sie unterwegs erreichen und in meinem eigenen Alltag erfahren, wie es ihr geht. Ich wohne allerdings weit weg und kann nicht andauernd nach dem Gerät schauen.

Was diese Erfahrung zeigt: Häufig sind es die Kinder, die besonders großes Interesse haben, ihre Senioren mit Tablet oder Smartphone auszustatten. Sie möchten Oma und Opa in die WhatsApp-Familiengruppe einfügen, ihnen Webseiten zeigen, die interessante Artikel für das Leben als Rentner bereithalten oder ihnen im Alltag helfen. Die leichtfertige Antwort auf den Vorschlag, doch auch ein Smartphone zu benutzen, ist oft genug: „Das verstehe ich nicht“ oder „Das ist nichts für mich“. Barbara Keck von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen meint, dass dabei leicht vergessen werde, dass auch die Jüngeren nicht per se aufgrund ihrer Jugend wüssten, wie Smartphone oder Tablet bedient werden. Meist hätten sie lediglich schneller jemanden in ihrem Umfeld, der es ihnen erklärt.

In der Forschungsgruppe Geriatrie an der Berliner Charité wird darüber geforscht, wie technische Geräte von älteren Menschen in ihrem Alltag genutzt werden. Die Faktoren Alter oder Technik-Akzeptanz hätten hier jedoch weniger Einfluss. Viel wichtiger sei der individuelle Nutzen, so Marten Haesner, Leiter der Gruppe. Sobald Nutzer – unabhängig vom Alter – die Vorzüge von Tablets und Smartphones entdeckten, seien sie begeistert. Entscheidend sei aber das eigene Erleben.

Der Merkur fragt weiter: Und wie klappt der Einstieg zum Beispiel ins Smartphoneleben? Die Experten sind sich einig: Es braucht Menschen, die einem die neuen Geräte erklären und die Senioren auch im weiteren Gebrauch beraten. „Kinder, Enkel, Freunde, Bekannte, sie alle können behilflich sein“, sagt Barbara Keck.

Selbst wenn nicht alle Familienmitglieder an einem Ort leben, gibt es Möglichkeiten auch aus der Ferne die Geräte zu betreuen und so dem Senior bei Fragen zur Seite zu stehen. asina hat sich genau mit dieser Frage auseinandergesetzt und zur App für den Senior ein Webportal für die Fernkonfiguration entwickelt. So können Kinder und Enkel von jedem Ort der Welt interessante Apps auf das Gerät der Oma hochladen oder ihnen beim Zurechtfinden im Internet behilflich sein.

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